Es ist nicht so wichtig, wie viele verschiedene Blüten man in einer Mischung hat, es ist wichtiger alle benötigten Blüten in die Mischung zu geben, eine fehlende Blüten "verdirbt" eine Mischung eher, als eine zu viel.
Es gibt einmal die Möglichkeit der so genannten Wasserglasmethode, sie findet Anwendung bei kurzfristigen Beschwerden:
In ein Glas (0,2l) Wasser (ohne Kohlesäure, gutes Leitungswasser ist o.k.) oder auch Fruchtsaft, Tee (nicht zu heiß) gibt man 3 – 6 Tropfen der benötigen Blüten aus der Stockbottle (so nennt man die Konzentratfläschchen) und trinkt es schlückchenweise über den Tag verteilt. Bei akuten Beschwerden (z.B. Notfall) kann man die Mischung auch innerhalb von 10-30 min. trinken und wieder neu ansetzen, das hat sich besonders bei Rescue-Tropfen bewährt, wobei man dann 4 – 8 Tropfen je Glas nimmt.
Bei allen Zuständen, die schon länger bestehen oder immer wieder auftreten sollte ein Einnahmefläschchen hergestellt werden:
Am besten geeignet sind Pipettenfläschchen, die es ab 10ml Größe z.B. in der Apotheke zu kaufen gibt; es geht aber auch mit Tropfeinsatzfläschchen.
Diese werden zu 2 Teilen mit Wasser gefüllt und zu einem Teil mit Alkohol, der nicht mehr als 45vol.% haben sollte (gut geeignet sind Weinbrände und klare Schnäpse aller Art) ODER mit einem Obstessig; dies empfiehlt sich bei Kindern und allen, die keinen Alkohol mögen/vertragen.
Das dient nur der Konservierung und hat auf die Wirkung keinerlei Einfluss, 10ml können bei kühlem Wetter auch mal ohne Konservierung angesetzt werden. Dann kommen auf 10ml Flüssigkeit je 1*Tropfen der ausgewählten Blüten.
*Anmerkung: Ich nehme mittlerweile die doppelte Menge an Blütenmittel, das mag aber auch mit dem Hersteller variiren: 1-38 also 2 Tropfen auf 10 ml und Rescue 4 Tropfen, ich habe damit gute Erfahrungen gemacht. Also, z.B. ein 30ml Pipettenfläschchen wird mit 20ml Leitungswasser und 10ml Cognac gefüllt und dann 3-6 Tropfen jeder ausgewählten Blüte hineingetropft.
Abwandlungen: Einige Therapeuten und einige Bücher beschreiben andere Mischungsverhältnisse, das hat zum einen damit zu tun, das es in England ein anderes Maßsystem gibt, zum anderen aber auch, dass es nicht SO genau darauf ankommt.
Da das Prinzip der Bachblüten nicht mit herkömmlichen Medikamenten zu vergleichen ist, ist es vielleicht auch einzusehen, dass es nicht so sehr auf die genauen Mischungsverhältnisse ankommt. Es ist deswegen auch nicht so schlimm, wenn mal ein Tropfen „zuviel“ ins Fläschchen oder Glas gerät, die Mischung behält ihre Wirkung. Wichtig ist nur zu beachten, das viel nicht viel hilft, sondern dass sich vielmehr die „Seele“ das holt, was sie braucht.
Bachblüten entfalten ihre volle Wirkung, wenn sie verdünnt eingenommen werden, die pure Anwendung führt höchstens zu einem kurzfristigen Ergebnis.
Am Beginn der Bachblüteneinnahme sollte man sich an die Anleitungen des Therapeuten oder eines Buches halten, aber im Laufe der Zeit spricht nichts dagegen auf die eigene Intuition zu hören und auch mal was anderes auszuprobieren.
Die übliche Dosierung beträgt 4×4 Tropfen täglich, möglichst unabhängig von einer Mahlzeit, man sollte einen *geschmacksneutralen* Mund haben.
Man kann das aber auch dem Tagesablauf anpassen und auch bei Bedarf öfter die Blüten einnehmen.
Gerade zu Anfang einer Einnahme hat man oft das Bedürfnis die Tropfen häufiger zu nehmen, das ist ein gutes Zeichen und dem sollte auch nachgegangen werden.
Gute Erfolge kann man z.B. bei Schmerzzuständen erzielen, wenn man die Bach-Blüten äußerlich aufträgt. Ich habe gute Erfahrungen gemacht, wenn man einfach die aktuelle innerliche Mischung auch bei Bedarf äußerlich nimmt, man kann sich aber auch nach Hautzonenbildern richten, wie bei Krämer oder Fischer-Reska dargestellt.
Und wenn man Reste in Einnahmefläschchen nicht mehr braucht, so kippt man die nicht einfach weg, sondern gönnt sie den Pflanzen in Haus und Garten , die freuen sich über alle Blüten! Wenn man beim Umtopfen gleich ein bisschen Notfalltropfen hinzufügt, so verkraften die Pflanzen das auch besser!
Das ist nicht so einfach zu beantworten, da es doch sehr auf die individuellen Bedürfnisse ankommt. Kurzfristig bestehende Probleme/Symptome sind sicherlich auch schnell wieder behoben, längerfristige ziehen sich auch schon mal über Wochen, eine ganze Behandlung auch schon mal über Monate hinweg.
Im Allgemeinen sagt man, dass ein Jahr Symptome einem Monat Behandlung entsprechen, ein Monat dann eben einer Woche, wobei man das natürlich auch nicht sooo genau nehmen sollte.
Wenn man anfängt, die Mischung zu vergessen, zu verlegen oder sie gar fallen lässt, so sollte die weitere Einnahme überdacht werden. Gerade bei Kindern merkt man schnell, wenn sie zumindest die aktuelle Mischung nicht mehr benötigen; sie verweigern sie dann meistens oder fangen an sich davor zu drücken. Das sind deutliche Zeichen unseres Unterbewusstseins und sollten nicht übergangen werden.
Außerdem sollte eine aktuelle Mischung nicht ständig gewechselt werden, sondern über einen Zeitraum von ca. 10 Tagen hinweg eingenommen werden, lieber kann man eventuell eine Blüte noch ergänzend dazu geben.
Ist man ganz unglücklich mit der bestehenden Mischung, dann muss sie natürlich gewechselt werden